Klostergut Grauhof

Das Klostergut Grauhof, auf dem ich aufgewachsen bin, liegt nördlich am Stadtrand von Goslar.

In den Klostergebäuden befand sich bis 01.01.2007 ein Familienerholungsheim betrieben vom Caritas-Verband. Jetzt steht es leider leer da.

Die Barockkirche, mit Ihrer berühmten Treutmann-Orgel, die erst vor ca. 10 Jahren in den Urzustand zurückversetzt wurde, ist einen Besuch wert.

Zur Geschichte:

Die Anlage wurde erbaut von Augustiner - Chorherren um 1700 (von 1690 - 1720). Im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses ca. 1805 wurde das Kloster säkularisiert. 1818 übernahm die Königliche Klosterkammer Hannover die gesamte Anlage und verpachtete 10 Jahre später erstmalig den landwirtschaftlichen Betrieb an eine Familie Rubach.1840 übernahm erstmalig ein Vorfahr der Familie Görg (Rittmeister Urban Cleve aus Adelebsen) die landwirtschaftliche Pachtung. Dieser verstarb 1848 und sein Sohn Richard führte die Pachtung 44 Jahre fort, anschliessend Ehefrau Emilie nochmals 8 Jahre bis Ihr Sohn Oskar alt genug wurde, um Pächter zu werden.

Die Familie Görg:

Der erste Görg kam 1932 auf das Klostergut. Er war der Schwiegersohn von Richards Bruder Herrmann, der als zweitgeborener auf Gut Grauhof nicht hat Hoferbe werden können und deshalb nach Westpreußen gegangen war. Karl Görg wirtschaftete bis 1951. 1951-1961 wirtschaftete Karl-Heinz Görg, der 1961 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. 1961-1981 wirtschaftete Ehefrau Helga zunächst allein und dann gemeinsam mit Ihrem Sohn (meinem Vater) Jürgen. Der derzeit geltende Pachtvertrag gilt bis 2008.

Die Grauhöfer Kirche von Osten

Zur Landwirtschaft:

Durch die Nähe zur Stadt Goslar ist die Betriebsfläche von einst rund 500 ha auf nun etwa 300 ha geschrumpft. Vor ca. 40 Jahren wurden noch sämtliche Tierarten gehalten. Heute wird das Klostergut viehlos bewirtschaftet.

Angebaut werden, wie in der Region üblich: Weizen, Gerste, Raps und Zuckerrüben. Die Arbeit wird mit einem Mitarbeiter und einem Auszubildenen erledigt.